Sicherheit auf Baustellen im Umgang mit Strom

Strom aus der Haushaltssteckdose ist tabu!

Egal, ob sie ein Gartenhaus errichten möchten, ein Haus sanieren oder anbauen, ohne Strom geht gar nichts. Das Arbeiten mit Strom setzt besonders auf Baustellen, auf denen es nicht gerade zimperlich zugeht, ein großes Maß an Aufmerksamkeit voraus. Das betrifft auch den Heimwerkerbereich, denn egal ob Sie nur eine Garage errichten wollen oder einen Carport, das Anstecken von elektrischen Betriebsmitteln für den Einsatz auf einer Baustelle ist über eine normale Haushaltssteckdose ohne FI-Schutz verboten.

Das zeigt schon die Brisanz, die der Arbeitsschutz für Bauarbeiten fordert. Passiert ein Unfall auf der Baustelle oder es wird ein Brand ausgelöst, kann sich schnell die Versicherung aus der Regulierung heraushalten. Im schlimmsten Fall kann ein Stromunfall das Leben kosten.

Sicherheit nur mit speziellen Baustromverteilern

Egal, wie groß oder klein die Baustelle ist, Sie müssen immer auf Sicherheit achten und sollten einen geeigneten Baustromverteiler zum Heimwerken einsetzen. Solche Baustromverteiler haben getrennt abgesicherte Stromkreise, über die auch größere Leistungen übertragen werden und sie sind immer mit einem Fi-Schutzschalter ausgerüstet. Dieser kann im Notfall Leben retten. Außerdem sind Baustromverteiler für den Einsatz auf Baustellen durch einen entsprechenden Schutzgrad geeignet.

Für die Heimwerker Baustrom-Versorgung eignet sich am günstigsten ein Baustromverteiler aus Hartgummi. Er hat einen Tragegriff und steht fest auf dem Boden. Alle Steckdosen, Leitungsschutzschalter oder FI’s sind hinter spritzwassergeschützten Abdeckungen angebracht. Es gibt auch Wand-Baustromverteiler. Ihr Einsatz macht aber nur Sinn, wenn sie zum Beispiel für das Arbeiten an einer Werkbank benötigt werden.

Wie sieht so ein Verteiler aus?

Diese Kleinsteckdosenverteiler beschränken sich meistens auf zwei Schukosteckdosen und eine 16 A CEE-Steckdose, größere Baustromverteiler können auch noch eine 32 A CEE-Steckdose besitzen. Angeschlossen werden dies Baustromverteiler über eine flexible Gummischlauchleitung. Sie besitzen einen Gerätestecker, der mit dem Stromnetz verbunden wird. Die im Verteiler eingebauten FI-Schutzschalter müssen ausreichend bemessen sein. Sind nur Schukosteckdosen vorhanden, reicht ein 2-poliger FI-Schutzschalter misst 25 Ampere aus und er sollte einen Auslösestrom von 30 mA haben. Sobald Drehstromsteckdosen vorhanden sind, wird ein 4-poliger Fi-Schutzschalter benötigt. Hier sind 40 Ampere und 30 mA notwendig.

Baustromverteiler kaufen

Bei handelsüblichen Baustromverteilern sind in jedem Fall die richtigen Schutzeinrichtungen vorhanden und serienmäßig eingebaut. Für ein einmaliges Bauvorhaben müssen Sie sich allerdings nicht unbedingt einen solchen Verteiler kaufen.

Vorsicht bei Angeboten von gebrauchten Verteilern im Netz. Der Gesetzgeber fordert nicht nur den Einsatz eines solchen Baustromverteilers auf der Baustelle, sondern auch das Einhalten von Wartungsintervallen und die Funktionsfähigkeit der Schutzmaßnahmen.

Baustromverteiler leihen

Bevor Sie sich so ein windiges Ei aus dem Internet ins Netz holen, sollten Sie sich nach Alternativen umschauen. Viele Elektrofachbetriebe verleihen alle möglichen Verteiler für den Baustrom. Die Leihgebühr ist meist sehr moderat und Sie können sicher sein, dass diese Verteiler immer auf dem aktuellsten Stand sind und entsprechend gewartet werden. Ein weiteres Plus, der Fachbetrieb kann auch beim Anschluss an Ihren Hausverteiler behilflich sein.

Baustromverteiler selber bauen

Der versierte Heimwerker kann sich auch einen solchen Verteiler selber bauen. Im Handel sind dafür Leergehäuse erhältlich, zum Beispiel von Spelsberg. In einer Art Baukastensystem lässt sich alles zusammenstellen, was gebraucht wird. Im oberen Bereich ist meist schon eine Hutschiene zur Aufrastung von Leitungsschutzschaltern und FI’s vorgesehen. Diese werden auf der Hutschiene aufgerastet. Nicht benötigte Einbauplätze werden mit Abdeckstreifen gesichert. Ein transparenter Klappdeckel sorgt für den nötigen Schutzgrad.

Die Hutschienen lassen sich mit 12 bzw. 14 Einheiten belegen. Ein 1-poliger Leitungsschutzschalter entspricht beispielsweise einer Einheit, ein 3-poliger drei Einheiten, ein FI bis zu vier Einheiten. Es gibt auch Leergehäuse, die statt mit Hutschiene mit Schraubsicherungssockeln ausgestattet sind.

Achten Sie beim Einbau der Steckdosen darauf, dass die Schukosteckdosen immer über den CEE-Steckdosen angebracht werden bzw. die kleinere CEE Steckdose über der größeren. Damit liegen die stärkeren Kabel für die größeren Steckdosen nicht über den anderen.

Zur Verdrahtung benötigen Sie Litze von 2,5 mm² bis zu 6 mm² Stärke. Aderendhülsen erleichtern den Anschluss. Auch Kabelverschraubungen werden für einen mechanischen Schutz benötigt. Sie verhindern außerdem das Eindringen von Staub oder Feuchtigkeit.

Eine fachgerechte Verdrahtung ist selbstverständlich. Vergessen Sie nicht die Schutzleiterschiene und die Einhaltung aller Vorschriften. Lassen Sie anschließend den Baustromverteiler von einem Elektroinstallationsbetrieb prüfen.

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